Editorial
- Autoren: Ruth Haller, Michael Schuster
- Foto: Klaus Mellenthin
Mehrwert Parkraum
Die Mobilitätswende und der Klimawandel stellen unsere Städte vor immense Herausforderungen. Wie lässt sich urbaner Raum so gestalten, dass er heutigen wie zukünftigen Mobilitätsanforderungen gerecht wird und zugleich Lebensqualität sowie Nachhaltigkeit fördert? Diese Frage steht im Mittelpunkt der aktuell achten Ausgabe Parken³.
Exemplarische Projekte zeigen, wie Parkraum integral neu gedacht werden kann: vom Holz-Hybrid-Hochhaus Roots in der Hamburger HafenCity, mit nachhaltigen Materialien und zukunftsweisendem Mobilitätskonzept, über die Umgestaltung der ehemaligen US-Botschaft in Oslo, mit einem vollautomatisierten Parksystem, bis zum Mannheimer Turley-Areal, wo in einer Quartiersgarage, neben konventionellen Stellplätzen, halbautomatische Parksysteme den öffentlichen Raum durch ihre Platzersparnis entlasten. Diese Beispiele verdeutlichen, wie Architektur, Mobilität und Nachhaltigkeit ineinandergreifen.
Dass Stadtentwicklung nur im Zusammenspiel von Bauen, Freiraum und Verkehr gelingen kann, betont auch das Positionspapier des Umweltbundesamtes zur „dreifachen Innenentwicklung“, welches wir in dieser Ausgabe zusammenfassen. Es zeigt, wie Flächenentsiegelung, Nachverdichtung und die Umnutzung bestehender Strukturen zu einer zukunftsfähigen Stadt beitragen können – und fordert ein neues Verständnis für den Raum, den das Auto bisher in der Stadt beansprucht.
Ein Rückbau von Parkflächen zugunsten qualitätsvoller Freiräume und kompakter Parklösungen kann diesen Wandel entscheidend voranbringen. Besonders intelligente Systeme wie jene von WÖHR Autoparksysteme zeigen, welches Potenzial darin liegt: Sie verdichten Parkraum effizient, reduzieren Betonverbrauch und CO₂-Ausstoß und schaffen Platz für Grünflächen und Begegnungsorte. So wird aus der funktionalen Infrastruktur ein Beitrag zu einer lebenswerten, klimaangepassten Stadt.
Ruth Haller, Bauwelt
Wohnraum – Parkraum – Freiraum
Welche Merkmale charakterisieren die Stadt der Zukunft, und wie spielen platzsparende Autoparksysteme von WÖHR dabei eine Rolle? Eines der zentralen Themen zur sozialen Gerechtigkeit ist bezahlbarer Wohnraum, besonders in urbanen Räumen. Die sogenannte Ein- Drittel-Regel besagte, Miete inklusive Nebenkosten dürfe höchstens ein Drittel des Nettoeinkommens betragen.
Was sind die Treiber, wieso das Wohnen heute so teuer ist, und was kann man dagegen tun? Ganz schnell, und meiner Meinung zu schnell, ist man mit den üblichen Argumentationen zur Stelle. Höhere Bau- und Materialkosten plus wachsende Nachfrage nach Ein-Personen- Haushalten treiben die Wohnpreise nach oben. Häufig übersehen werden Bodenpreise, Zinslage und die mangelnde Bereitschaft, Komfort abzubauen, zum Beispiel bei der in Deutschland durchschnittlichen Wohnfläche pro Kopf von aktuell fast 50 Quadratmetern.
Um ein großes Ganzes zu realisieren, bedarf es vieler kleiner und größerer Maßnahmen. Die urbane Zukunft basiert auf Nutzungsmischung und Nachverdichtung statt Flächenverschwendung; Platzsparende Autoparksysteme von WÖHR ermöglichen dichte Parkflächen mit hoher Flexibilität, bei geringem Flächenverbrauch und reduzierten Flächenversiegelungen. Urbaner Grünraum, Dachbegrünungen und Biodiversität schaffen Freiräume mit höherer Lebensqualität; weniger Oberflächenparkplätze schaffen Platz für Freiräume, wodurch die Aufenthaltsqualität in innerstädtischen Bereichen steigt und Räume für Gemeinschaft und Begegnungen entstehen. Darüber hinaus unterstützen die WÖHR-Systeme integrierte Mobilitätskonzepte und ergänzen grüne sowie lebenswerte Quartiere durch eine effiziente Parklogistik.
Meiner Ansicht nach ist die Frage nach der Rolle der Autoparksysteme von WÖHR für die Stadt der Zukunft nicht mehr relevant. Sie ermöglichen vielmehr die Umsetzung von Visionen der Stadtentwicklung.
Michael Schuster, DBZ