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ESG-Ziele leichter erreichen

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Less is more – wie Bauherren mit Parksystemen ihre ESG-Ziele leichter erreichen

  • Text: Marco Eisenack
  • Grafiken: WÖHR Autoparksysteme GmbH

Der Klimawandel setzt die Immobilienwirtschaft unter Zugzwang. Das weitreichende Regelwerk der EU-Taxonomie macht nachhaltigeres Bauen alternativlos. Die Neuplanung des Parkraums ist zentrale Aufgabe der Städte und Bauherren. Asphaltierte Stellplätze an der Oberfläche und im öffentlichen Raum werden im Sinne der Schwammstadt zurückgebaut.

Doch wohin mit den Autos? Konventionelle Tiefgaragen sind bei vielen Nutzern und auch Klimaschützern unbeliebt – zu viel Beton unter der Erde, zu eng und zu viele dunkle Ecken. Mit Komfort und ressourcenschonender Bauweise gelten automatische Parksysteme daher heute als Hidden Champion der nachhaltigen Stadt. Die Einsparung der CO2-Emissionen spielt dabei eine entscheidende Rolle.

Was steckt da in der Erde? In Zeiten von ESG eine wichtige Frage

Kompakte Parksysteme leisten einen entscheidenden Beitrag für zukunftsfähige Städte, da sie Parkflächen auf engstem Raum verdichten. Wo weniger Fläche pro Stellplatz benötigt wird, sinkt der ökologische Fußabdruck signifikant — in Zeiten von ESG ein großer Mehrwert. Wie wirksam das Prinzip ist, hat eine Studie von WÖHR Autoparksysteme am Beispiel des Combiparker 560 gezeigt. Die Menge der eingesparten Treibhausgase hat selbst die Profis überrascht.

So ist die Baugrube bei diesem System bei 40 Stellplätzen nicht einmal halb so groß wie bei einer konventionellen Tiefgarage. Für den Bau müssen statt rund 10.000 Tonnen nur rund 4.700 Tonnen Erdreich ausgehoben und abtransportiert werden – das spart auch Emissionen im Schwerlastverkehr.

Das Bild zeigt eine Tiefgarage mit der Lösung  WÖHR Combiparker 560

WÖHR Combiparker 560

Im Vergleich zur konventionellen Tiefgarage nutzt der Combiparker 560 ein System aus Hub-, Senk- und Querbewegungen der Parkpaletten und ermöglicht so eine äußerst kompakte Fahrzeuglagerung – auf bis zu fünf Ebenen bei nur einer Einfahrtsebene.

Im Vergleich zu konventionellem Parken bei 60 Stellplätzen:

• ca. 45 % Volumeneinsparung in m³
• ca. 42 % CO2-Einsparung in kg
• ca. 45 % Materialeinsparung in kg
• ca. 21 % Kosteneinsparung in €

Konventionalle Tiefgarage mit 60 Stellplätzen

Ins Gewicht fällt vor allem, dass man mit sehr viel weniger Beton auskommt. Ein Parksystem wie der Combiparker 560 spart mehr als drei Viertel des als Klimakiller in Verruf geratenen Baustoffes. Durch den Verzicht auf Fahrbahnen, Fußwege und Rampen sowie die weitgehende Reduzierung von Wänden und Zwischendecken sind statt ca. 7800 Tonnen nur rund 1700 Tonnen Beton nötig. Das entspricht einer Einsparung von etwa 78 % Beton.

„Parksysteme lassen das urbane Ideal des ,Less is more‘ in vielen Dimensionen Realität werden: Weniger Flächenverbrauch, weniger CO₂-Emissionen, mehr Grün, mehr Lebensqualität und mehr Raum für den Menschen.“

Marco Eisenack

Wenn man davon ausgeht, dass die Produktion einer Tonne Beton im Schnitt 0,15 Tonnen CO2 emittiert, spart man beim Bau der Garage rund 1170 Tonnen CO2. Das entspricht dem CO2-Ballast von 731 Langstreckenflügen München–New York. Oder anders ausgedrückt: Für die Kompensation müssen 117.000 ausgewachsene Bäume ein Jahr lang Photosynthese betreiben. Das ist ungefähr die Summe aller Münchner Straßenbäume. Darüber hinaus ist sowohl der Materialverbrauch als auch der Energieverbrauch beim Bau einer konventionellen Tiefgarage etwa doppelt so hoch wie beim Combiparker 560.

Spart sogar Geld

Und sogar die finanzielle Nachhaltigkeit überzeugt. Der Einsatz kompakter Parksysteme führt zu erheblicher Kosten- und Zeiteinsparung. In Fallstudien konnten im Vergleich zu konventionellen Lösungen beim Combilift 543 MR rund 26 % Kosteneinsparung bei 12 % Zeiteinsparung nachgewiesen werden. Und auch im Betrieb liegt das Parksystem im Vorteil. Der Einbau von Autoparksystemen unterstützt eine positive DGNB, LEED- oder BREEAM-Bewertung. Nicht nur beim Neubau, auch bei Sanierungen sind Parksysteme ein echter Game Changer.

Im Zentrum Madrids trägt ein vollautomatischer WÖHR Multiparker 740 zum reduzierten ökologischen Fußabdruck des historischen Gebäudes Montalbán 11 bei. Ebenfalls in Madrid wurde, unter anderem dank des Einbaus eines WÖHR-Parksystems, erstmals ein Renovierungsobjekt in Europa mit einer LEED Platinum- Zertifizierung ausgezeichnet.

Das Bild zeigt eine Tiefgarage mit der Lösung WÖHR Combilift 543 MR

WÖHR Combilift 543 MR

Ein Vergleich zwischen konventionellen Tiefgaragen und Parklösungen mit WÖHR Autoparksystemen zeigt Unterschiede in Bezug auf Flächen- und Volumenverbrauch sowie Materialeinsatz. Das Beispiel Combilift 543 MR ermöglicht durch vertikales und horizontales Verschieben der Parkpaletten ein unabhängiges, platzsparendes Parken auf drei Ebenen – bei nur einer gemeinsamen Fahrgasse.

Im Vergleich zu konventionellem Parken bei 60 Stellplätzen:

• ca. 36 % Volumeneinsparung in m³
• ca. 38 % CO2-Einsparung in kg
• ca. 42 % Materialeinsparung in kg
• ca. 26 % Kosteneinsparung in €

Das Bild zeigt eine konventionelle Tiefgarage mit 60 Stellpläzten

Was zudem auf die ESG-Kriterien einzahlt: Attraktive Parksysteme wirken sich auch auf die Lebensqualität aus. 30 bis 40 % des innerstädtischen Verkehrs entstehen auf der Suche nach einem Parkplatz. Diese Suche dauert im Schnitt 10 Minuten und misst 4,5 Kilometer. Pro Jahr summiert sich die Suche für den Autofahrer statistisch auf 41 Stunden.

Um für EU-Taxonomie und Berichtspflichten gewappnet zu sein, hat die Firma WÖHR als erstes Unternehmen weltweit eine EPD-Zertifizierung (Environmental Product Declaration) für ein Parksystem durchgeführt. Der Parklift 450 ist das erste Parksystem mit einer entsprechenden Zertifizierung, welche auch die Langlebigkeit und die Wiederverwertbarkeit im Sinne der Kreislaufwirtschaft – mit 95 % der Materialien – bestätigt. Parksysteme lassen das urbane Ideal „Less is more“ in vielen Dimensionen Realität werden: Weniger Flächenverbrauch, weniger CO2-Emissionen, mehr Grün, mehr Lebensqualität und mehr Raum für den Menschen.

Autor

Marco Eisenack ist Herausgeber des Magazins MUCBOOK, Gründer der Munich Innovation Crew GmbH, Moderator auf Branchen-Events und Host des Podcasts „Munich Next Level“.

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